Teil 2: Im Märzen der Bauer oder: Wie es dazu kam…

Mitmachen – selbst machen…

das dachten sich auch ein paar umweltbewusste Berliner und gründeten den Verein Dachgärten für alle! e.V.

Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Idee vom Gemeinschaftsdachgarten als erstrebenswerte Wohnform zu verbreiten und umsetzbare Konzepte für den Umbau von Dächern zu entwickeln. So die Selbstdarstellung auf ihrer Internetseite. Unter dem Titel „Treffpunkt Dach“ liest man: Schön wäre es, wenn man auch über die Nachbardächer gehen könnte, um so einen Spaziergang um den Block zu machen. Wie in der Nachwendezeit bei den Hausbesetzern, wo sich eine Art Loungekultur auf dem Dach entwickelte. Menschen kennen lernen, die in der Nähe wohnen, das wäre doch total praktisch. So könnten sich Mietergemeinschaften finden, die Probleme zusammen angehen. Eine Lebensgemeinschaft, in der Nachbarn sich gegenseitig helfen. Ob was draus geworden ist lässt sich der Seite nicht entnehmen. http://dachgaertenfueralle.de/

Aber – in Facebook bin ich fündig geworden. Tolle Fotos von Dachgärten, Vorträge zum Thema Dachgarten, Treffen mit Occupy Berlin, Foodsharing….

Begrünter Schuppen
Bepflanzter Schuppen (Quelle: „Dachgärten für alle“ Facebook Fanseite)

 

 

Ganz andere Dimensionen…

streben da die drei Unternehmer Christian Echternacht, Nicolas Leschke und Caroline vom Böckel in einer ehemaligen Malzfabrik in Berlin an. Ihr Unternehmen: ECF | Efficient City Farming GmbH, ihr Konzept: Fisch und Gemüse vom Dach, Regen im Teich. Exemplarisch dafür steht der weiße Container mit aufgesetztem Gewächshaus auf dem Hof. Hier haben die Malzfabrik-Leute im Sommer 2011 getestet, was ab 2013 im Dachgeschoss in großem Stil funktionieren soll: die Produktion von Biofisch und Biogemüse in einem Kreislauf, der nur Fischfutter und gelegentlich frisches Wasser benötigt. Karoline vom Böckel, die Nachhaltigkeitsbeauftragte der Malzfabrik, erklärt das „Aquaponic“ genannte Prinzip: Speisefische schwimmen in Becken, deren Wasser von den Pflanzen aus dem Gewächshaus gefiltert wird. Die Pflanzen werden mit Ammonium gedüngt, das die Fische ausatmen und das Bakterien umwandeln. Die Bakterien gibt es beim Leibniz-Institut für Gewässerökologie in Friedrichshagen. Und in den Wasserbecken unterm Dach ist früher die Gerste fürs Bier eingeweicht worden. Ab 2013 soll ein Teil der Ernte vor Ort verkauft, ein Teil an Läden und Gastronomen geliefert werden.“

http://www.tagesspiegel.de/berlin/wenn-backstein-ergruent/5910760.html

http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/sendung/2012/fisch-102.html

Dass es funktioniert und wie das erarbeitete Wissen weitergegeben wird, kann man hier erfahren http://www.ecf-center.de/

Stadtfarm
Fotocollage des ECF Centers auf dem Gelände der Malzfabrik in Berlin (Quelle: ECF GmbH)

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