Frisch gesät ist halb gegessen – jetzt die Ernte für Herbst und Winter sichern

Und täglich grüßt das Murmeltier. Der morgendliche Gang zum Dach ist mittlerweile längst Routine geworden. Gie0en, natürlich immer dicht am Boden, wöchentliches düngen, mit Kräuterjauche und Komposttee versteht sich und – das Wichtigste überhaupt –  Ernten. Das ist der Rhythmus, wo man mit muss. Die Pflücksalate der Aprilpflanzung gehen nun so langsam zur Neige, aber durch die regelmäßige Nachsaat ist für Nachschub bestens gesorgt. Die wilde Rauke blüht und so lässt sich die allabendlich kredenzte Salatplatte mit gelben Tupfen aufhübschen. Hie und da noch eine blaue Borretschblüte und jedes Gourmetrestaurant kann abstinken. Und – natürlich Kräuter satt! Die zweite Generation Radieschen wuchsen etwas mickriger als die erste, denen war es wohl zu heiß. Vom Mangold ernte ich immer nur die gro0en Blätter und so wird er uns bis in den Spätherbst versorgen.  Blumenkohl, Spitzkohl und Wirsing wachsen prächtig und werden wohl schon im August dem Messer anheim fallen.

Wilde Rauke und Pflücksalat Red sails
Wilde Rauke und Pflücksalat Red sails

Jetzt ist es an der Zeit die Gemüse- und Salatpflanzen für die Herbst- und Winterernte zu züchten. Da es zurzeit sehr heiß ist, bewahre ich die Frischgesäten in den nächsten Tagen in unserer kühleren Vorratskammer auf. Erst wenn sie sachtes Grün an den Tag legen, dürfen sie raus in die Sonne. Auch diesmal habe ich jedem Samenkorn ein eigenes Töpfchen gegönnt, somit erspare ich mir das pikieren und kann, wenn die Pflänzchen groß genug sind, diese mit dem Erdtöpfchen direkt ins Beet einbuddeln.

Saattöpfchen
Saattöpfchen

Für Vergessliche habe ich hier noch mal die Beetplanung eingefügt. Vorsichtshalber habe ich immer zwei Samen mehr gelegt, falls das Keimen, wegen der Hitze nicht so gut klappt. Was beim Säen zu beachten ist, brauche ich hier sicherlich nicht mehr zu erwähnen, seid ihr doch Alle mittlerweile Profigärtner*innen geworden.

Was den Kartoffelturm betrifft, würde ich mir einen Röntgenblick wünschen. Dann könnte ich die, hoffentlich reichlich vorhandenen, kleinen Knöllchen im Inneren des Turms ausmachen. So muss ich mich mit dem Begießen des üppig wachsenden Grüns begnügen und hoffen, dass sich im Turm ein bombastischer Vervielfältigungsprozess eingestellt hat. Na, ja der Herbst bringt es an den Tag. Wobei – meine liebste Jahreszeit ist der Frühling, der Sommer kann mir nicht lang genug sein; doch der Herbst mahnt, trotz seiner bunten Blätter und geheimnisvoller Nebelschwaden den Winter an und dieser ist mir entschieden zu lange kalt und kahl.

Aber jetzt ist Sommer und den werde ich in vollen Zügen genießen – Eure Dachfarmerin

Kartoffelturm und Mocka
Kartoffelturm und Mocka

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