2012, der Weltuntergang und der freie Wille

Alle gut ins neue Jahr gerutscht? Ich hoffe es.

Mal sehen, was das neue Jahr so bringt. Schwere Zeiten werden uns prognostiziert, die Neuverschuldung steigt nochmal um neun Milliarden und insgesamt wird lieber erst mal ein bisschen geschwiegen. Ist auch besser so. Fragt sich nur für wen.

Vielleicht rettet das Ende des Maya-Kalenders die eine oder andere Politikerkarriere, vielleicht rettet Harry Potter nicht nur England, sondern die Welt oder die Illuminaten reißen doch noch die Weltherrschaft an sich. Letztere forderten eine allgemeine Freiheit durch Sachkenntnisse. Bedeutet: Wir müssen die Welt kennen, um sie zu verstehen; in der Praxis, nicht in theoretischer Worthudelei.

Seit Benjamin Libet (http://www.philosophieverstaendlich.de/freiheit/aktuell/libet.html) weiß man, dass der freie Wille eher Konstruktion als Gewissheit ist, dass Entscheidungen unbewusst bewusst bzw. bewusst unbewusst gefällt werden und dass wir in aller Individualität so geformt, sozialisiert und geprägt sind, dass wir eher von einer Massenindividualität als von einer individuellen Individualität sprechen müssen. Folglich sind die Illuminaten irgendwie überholt. Aber deren Ziel war trotzdem nicht schlecht: Die Abschaffung der Herrschaft der Menschen über andere Menschen hat etwas wild-romantisches. Ich weiß nur nicht so recht, wie das funktionieren soll.

Obwohl ich heimlich auf Verschwörungstheorien stehe, erschließt sich keine ultimative Lösung, an den Weltuntergang will ich auch nicht glauben, bleibt in Summe also noch Harry Potter als Erlöser. Aber wer hilft dem Voldemort zu finden?

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