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Mildtätigkeit zahlt sich aus oder, von Superreichen die ausziehen uns das Fürchten zu lehren

Nein – ich habe nicht vergessen, dass man hier neben Politischem und Kritischem auch etwas über eine Dachfarm zu lesen bekommt. Und ja – ich wollte mich schon seit Tagen zur weltgrößten Pflanzensamenbank auf Spitzbergen äußern und was diese mit der Bill & Melinda Gates Foundation und Monsanto zu tun hat.

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Das Glück dieser Erde – liegt auf dem Rücken der Pferde

Ob Haflinger, Holsteiner, ob Palomino
der ganze Stolz wird präsentiert,
mit Schenkelbrand klar zugeordnet
gedopt, verkauft und transportiert.

Es tut so gut in besten Kreisen
und, ach so schön, wenn es pariert!
Ist dann der Sieg nicht zu erreichen,
wird’s in die Suppe eingerührt.

Manch Träne rollt aus Kinderaugen,
innig geliebt das arme Tier.
Wird Papi schnell ein neues kaufen,
lebt man nur einmal jetzt und hier.

Und die Moral von der Geschicht‘
rückt Hartwig Fischer in’s rechte Licht.
Von reichen Hintern durchgesessen,
dürfen’s jetzt die Armen fressen.

CDU-Abgeordneter Hartwig Fischer und seine Armenspeisung

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Politik

Cicero’s Rechts-Links Verirrungen

Jetzt ist schon eine Woche vergangen, seit ich meinen Beitrag „Deutschlands Tafeln – Anstehen gegen den Hunger“  gebloggt habe.

Zwischenzeitlich habe ich die ersten Gemüsesamen gesät, die Dachbeete repariert, den Kompost gewendet und wollte mich heute zur weltgrößten Pflanzensamenbank auf Spitzbergen, der finanziellen Beteiligung der Bill Gates Stiftung und deren Beziehungen zum Genpflanzenpriester Monsanto AG äußern. Liegt mir dieses Thema doch schon länger am Herzen und hätte zeitlich ziemlich gut gepasst. Immerhin ist der eigene Samen schon 2 Tage am Keimen, während der Weltsamen seit 2008 in treuen Händen der Samenmonopolisten für den Fall eines Weltuntergangs auf Eis liegt.

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Gesellschaft

Deutschlands Tafeln – Anstehen gegen den Hunger

Als aller Erstes brauche ich morgens einen frischen Kaffee. Nicht aus der Maschine, bevorzuge ich doch die französische Methode – frisch gepresst. Der Computer ist bei diesem Ritual noch aus, das gute alte Radio trällert im Hintergrund – bei uns tatsächlich noch so ein Transistorteil – in Nussbaum, versteht sich. „Morgen geht die Vesperkirche nach vier Wochen zu Ende“, begleitet der Nachrichtensprecher meine Bemühungen die Milch zu schäumen. Denn auch das schätze ich an meinem Kaffee – frisch geschäumte, warme Milch. Nicht die fettarme, dünne. Nein die Vollfette! Doch heute will sie einfach nicht gelingen. Ich stampfe und stampfe mit dem Sieb im Milchtopf. „Nur in Mannheim geht es vierzehn Tage länger“ lässt mich der Sprecher noch wissen. „Die Milch wird heut nix“, informiere ich Bernd, der sich seine Tasse schon halb mit Kaffee gefüllt hat und auf die Vollfette wartet. „Vielleicht war die drüber“ brummelt er nur, hat er es doch morgens nicht so mit dem Reden. Ich gehe an den Kühlschrank und scanne die Vollfette suchenden Blickes ab. „Dann guck mal auf die Flasche, ich kann das mal wieder nicht lesen“. „Ist noch OK“ das knappe Statement. Ich schütte den Rest trotzdem weg, spüle den Milchtopf aus und starte einen neuen Versuch im Milchschäumen. Dick und sämig wird sie und der Morgen ist gerettet. Was ist eigentlich eine Vesperkirche? Ich schreibe den Begriff mit Kreide neben Zwiebeln und Katzenstreu an unsere Erinnerungstafel.

Im Internet werde ich fündig: „Unter dem Namen Vesperkirche führen über 20 evangelische Kirchengemeinden in Baden-Württemberg jährlich in den Wintermonaten soziale Projekte zugunsten von Armen und Bedürftigen durch. Kern des Angebots ist ein warmes Mittagessen, das zu einem eher symbolischen Preis angeboten wird.“ Also so was ähnliches wie Die Tafel nur zeitlich begrenzt, denke ich. Und wie das so ist, wenn man im Netz unterwegs ist und auch die Schlangen vor der Wormser Tafel nicht zu übersehen sind und mir diverse Tafelberechtigungsstreitigkeiten zweier Wormser Tafeln noch gegenwärtig sind und ich mich immer wieder frage wo das noch hinführen soll, wird mein heutiges Thema „Gemüse aus Samen unter Glas vorziehen“ auf morgen vertagt.

Mehr als 900 Tafeln gibt es hierzulande, die über 1,5 Millionen bedürftige Personen mit Lebensmitteln versorgen – knapp ein Drittel davon Kinder und Jugendliche. So, die kaum verifizierbare Hochrechnung des Bundesverbandes der Tafeln.

Muenchner_Tafel_2Die Tafeln – eine der größten sozialen Bewegungen unserer Zeit, so der Titel ihrer Internetseite. Und – rund 50.000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich und spenden ihre Freizeit und ihr Know-how: als Helfer vor Ort, Fahrer, Berater oder Dienstleister.

Ist doch ’ne gute Sache, höre ich mich da denken. Doch was hat es auf sich mit dem Dienstleister Die Tafel?

Welche gesellschaftlichen Konsequenzen ergeben sich und, wie sieht es aus mit einer sozialen Nachhaltigkeit, wenn wir das System der wohltätigen „Armenspeisung“ weiterhin stillschweigend akzeptieren?

Nachhaltige Armutsbekämpfung durch ein ehrenamtliches Almosensystem?

Seit 20 Jahren gibt es die Tafel, anfänglich für Obdachlose, jetzt sind es vor allem Arbeitslose, Geringverdiener, Alleinerziehende und Rentner. Seit Jahren gehen Menschen zur Tafel und – es werden immer mehr!
Wie steht es um die Selbstbestimmtheit eines Menschen, der sich aus einer gesellschaftlich akzeptierten Not in solche Abhängigkeiten begeben muss? Wie fühlt man sich nach einer 40 Stunden-Woche, oder lebenslanger Arbeitstätigkeit, sei es im Beruf oder in der Familie, beim Anstehen um die wöchentliche Nahrungsration? Wie steht es um die Würde derer, die beim Amt um einen Tafelberechtigungsschein nachfragen müssen? Denn – „damit die Hilfe auch da ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird, lassen sich die Tafeln die Bedürftigkeit ihrer Kunden durch offizielle Dokumente nachweisen.“ Ach so, Kunden sind das – absurd. Wie viele Bedürftige es gibt, lässt sich sicherlich nicht an der von der Tafel veröffentlichen Zahl von 1,5 Millionen ablesen. Die Armutsgefährdungsquote lag 2011 in Deutschland bei 15,1%, so der Paritätische Wohlfahrtsverband. Armutsbericht Wohlfahrtsverband
Es gibt keine wirklichen Armen in Deutschland, wird man dem durch die Bundesregierung redigiertem Armutsbericht (sorry – Reichtumsbericht) demnächst entnehmen können. Allenfalls fehlt es an noch Arbeitsplätzen und der Billiglohnsektor wird’s schon richten. Wem dieser Lohn nicht reicht, kann ja zur Tafel gehen.

Wie geht es mir beim stillschweigendem Hinnehmen eines Systems, das immer mehr Menschen einfach abhängt? Was ist nachhaltig an einem System das es ermöglicht, dass Lebensmittel im Überfluss produziert werden? Was ist mit uns los, dass wir uns einreden lassen es sei eine gute Sache, wenn man diese Überproduktionen dann wenigstens an Bedürftige weitergibt und somit ein Teil vor der Vernichtung bewahrt wird?

Was ist das für ein System, dessen Zahl an Bedürftigen jährlich wächst und deren Überwachung Unsummen verschlingt? Unsummen die man in eine Mindestsicherung für Jede/n investieren könnte, aber das wäre ja dann vielleicht zu nachhaltig.

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Dachgarten

Teil 3: Aufs Dach steigen

Aufs Dach steigen mussten Bernd (mit dem ich unter einem Dach wohne) und ich in den letzten Jahren immer mal wieder. Regenrinne reinigen, Nussbaumlaub fegen, Nüsse einsammeln, bei Schnee und Eis Vogelfutter ausbringen –  ist dies doch der einzige Ort, der von unseren Katzen nicht aufgesucht werden kann. So der Rhythmus, wo man mit muss.

Von der Küche aus, hat man einen guten Blick auf unseren Flachdachanbau, der ein Büro und eine Vorratskammer beherbergt. Ein Nussbaum und der Garten sorgen für den grünen Rahmen. Ansonsten eine triste graue Dachfläche, besonders im Winter.
Dachtristesse

Der kleine Garten stillt schon seit Jahren den Bedarf an Kräutern aller Art, auch Ruccola, Knoblauch, ein paar Himbeeren und Tomaten gibt es da an der einen oder anderen Stelle zu ernten. Für mehr will  einfach der Platz nicht reichen; ohne auf die duftenden Rosen, die unzähligen Stauden, die üppig blühenden Hortensien, die bunte Wiese, den erfrischenden kleinen Bachlauf, den geliebten Sitzplatz und, und, und, zu verzichten.

Gartenansicht 3Gartenansicht 4Gartenansicht 6

Gartenansicht 5

So musste der reichlich genossene Salat, sowie das Gemüse eingekauft werden. Und immer wieder fiel beim Brutzeln in der Küche, der Blick auf die große graue Fläche, die schon in den frühen Morgenstunden von den Sonnenstrahlen erwärmt wurde.

Bis uns auf einmal ein Licht aufging!

Wie wäre es, wenn wir dort einen kleinen Nutzgarten verwirklichen würden? Sonne gibt es reichlich, Schnecken dürften kein Problem darstellen und die Statik kann man berechnen. Der Kompost könnte als Dünger herhalten, reichlich Regentonnen gibt es schon und Gartenarbeit hat uns noch nie geschreckt. Die Idee war geboren.

Schnell war klar, dass aus Gewichtsgründen und zur Schonung der Dachhaut (zweifach verlegte Bitumenbahnen auf Holzkonstruktion) eine vollständige Substratauffüllung des Daches nicht in Frage kommt. Also sollten es möglichst leichtgewichtige Behältnisse sein, am Besten in Beetformat, die dauerhaft auf dem Dach zum Stehen kommen können und das Ganze, aus Kostengründen Marke Eigenbau.

Beet 1Einweg Europalette und Holzrahmen

Beet im HerbstBeete mit Deckel (hier im Herbst)

Unsere Paletten und fertige Rahmen haben wir bei Freunden umsonst erworben. Wem dieses Glück nicht beschieden ist, wird in ebay fündig – GARANTIERT!

Dann wurde die Grundkonstruktion mit einer Abdeckplane (mind. 250g/m2) ausgeschlagen,  Löcher am Boden (dort, wo kein Holz ist) eingestanzt und diese mit einer ca. 2 cm hohen Tonschüttung (am Besten alte, zertrümmerte Tontöpfe und kleine Steine) aufgefüllt. Aus Dachlatten und Kunststoffplatten fertigten wir die Deckel an (zur Substratfüllung später mehr). Somit waren die einzelnen Beete vorbereitet.
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Berechnung der Dach-Statik. Will heißen: wie viel Gewicht an Beeten kann ich dem Dach zumuten?!

Als erstes haben wir die maximale Traglast des Daches berechnet. Gut war, dass wir das Gebäude selbst gezimmert hatten und somit wussten welche Holzbalken (Maße, Gewicht), in welchem Abstand, welche Holzbretter (Maße, Gewicht), welche Dampfbremsen und Innendämmung und welche Außenhaut zum Einsatz kamen. Diese Daten legten wir der Gesamtauflastberechnung des Daches zu Grunde.

OK – klingt alles sehr kompliziert, aber ist wichtig! Wer will schon bei seinen ersten Dachgartengehversuchen einbrechen? Niemand – also – MACHEN!
Folgende Webseite ermöglicht einfache statische Berechnungen für Holzkonstruktionen
http://www.eurocode-statik-online.de/

Somit wussten wir, welches Gewicht (pro Quadratmeter) jetzt schon auf der Dachkonstruktion lastet und was wir pro Quadratmeter noch draufpacken können.
Jetzt galt es das Gewicht der einzelnen Beete, also unserer Europalettenbeeteversion zu ermitteln.

  • Unsere Beetgröße (mit einem Rahmen): L/B/H 120x80x19 cm.
  • Das Gewicht Palette + 2 Rahmen: 30 Kg
  • Das berechnete Beetvolumen bis Oberkante des ersten Rahmens: 185 l

Das Volumen war wichtig um die Gesamtlast eines Beetes bei Extremregen und einer eventuellen daraus resultierenden vollständigen Auffüllung mit Regenwasser (Dichte: 1 Kg/l) des Beetes zu ermitteln (also wirklich eine worst case Betrachtung, denn in der Regel läuft das Wasser gut nach unten ab, bzw. wir legen die Deckel plus den 2. Rahmen bei starkem Regen auf).

Daraus resultierte, dass ein solches Beet im Extremfall ein Gewicht von max. 215 Kg erreicht.

In unserem Fall bedeutete dies, dass wir maximal 12 Beete auf unser Dach stellen können (Die Auflagepunkte immer auf den Balken!).

Wir haben uns für 9 Beete entschieden, da unser Nussbaum an einigen Stellen des Daches die Sonne verschattet.

Das universelle Substrat für die Beete sollte den verschiedenen Anforderungen der Pflanzen gerecht werden.

Hierzu war es nötig sich intensiv mit dem Thema Bio-Gemüseanbau auseinander zu setzen. Schon früh war uns klar, dass hier nur ein Anbau in Form von Mischkultur in Frage kommt. Was das ist und warum das wichtig ist, könnt ihr hier nachlesen.
http://www.naturimgarten.at/iddb/archiv18141/52_archiv18141_168600.pdf

Wir haben einfache, ungedüngte Gartenerde und ausgereiften Kompost (älter als 8 Monate) mit grob zerkleinertem Gartenschnitt gemischt. Außerdem empfiehlt es sich Holzasche in Saatrillen und Pflanzlöcher zu streuen, diese ist kalireich und wirkt fäulnishemmend. Wer  Kohl anbaut, sollte wissen: Kohl braucht Kalk und Salz, dazu 1Teel. Kochsalz/m2 in die obere Erdschicht mischen und etwas Algenkalk (Algomin) in die Pflanzlöcher streuen.

Was ganz arg wichtig ist:

Kein Torf. Fakt ist, dass durch den Torfabbau seltene Moorlandschaften zerstört werden, von der Energieverschwendung, bis der Torf im Gartenmarkt ankommt, mal ganz zu schweigen. Außerdem gibt es im direkten Umfeld genug Ersatzstoffe um den Boden locker zu halten. Grob zerkleinerte Garten- oder Holzabfälle zum Beispiel.
http://www.nabu.de/nabu/nh/2009/2/10866.html

Keine leicht löslichen Mineraldünger. Diese liefern Nährstoffe in wasserlöslicher Form und können leicht ins Grundwasser gelangen. Außerdem wird bei deren Produktion die Umwelt belastet. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass durch Überdüngung die Pflanzen krankheits- und schädlingsanfälliger werden. Organische Dünger hingegen ernähren die Bodenorganismen, die daraus Nährstoffe für die Pflanzen mobilisieren. Der Kompost ist hier der beste, selbst hergestellte Dünger aus dem eigenen Garten.

Keine Pestizide, will heißen: chemische Pflanzenschutzmittel sind tabu. Sie vertilgen nicht nur Schädlinge, sondern auch Nützlinge und andere Organismen und, auch hier belastet die Produktion die Umwelt. Stattdessen kommen Jauchen, Brühen oder Komposttee zum Einsatz (dazu später mehr).
http://www.umweltbundesamt.de/landwirtschaft/index.htm

Und, last but not least: Die gute alte Regentonne, denn – zum Gießen möglichst nur Regenwasser verwenden. Um ein zu rasches Austrocknen des Bodens zu verhindern wird im späten Frühjahr gemulcht (das Anschichten mit z. B. zerkleinerten Gartenabfällen, getrocknetem Rasenschnitt). Beim Aufstellen der Regentonne (besser noch zwei) ist es wichtig, dass diese leicht zugänglich ist und man bequem in eine Gießkanne zapfen kann. Steht das Teil in der letzten Ecke, ist der Griff zum Wasserhahn allzu verlockend. Und – die Pflanzen haben’s lieber kalkfrei. Beim Gießen darauf achten, dass das Wasser nicht kopfüber auf die Pflänzchen prasselt – das schockt total und die Flüssigkeit begünstigt Fäulnisbildung. Noch was – morgens gießen! Nicht nur weil abends die Schnecken angezogen werden.
Eine ganze Seite zum Thema Gießen findet ihr hier:
http://www.gartenbauvereine.org/texte/merkinfo/m_giessen.html

 

Eine ausgefuchste Anbauplanung beherzigt solche Kriterien wie: Mischkultur (in jedem Beet versteht sich), Pflanzenverträglichkeiten und deren gegenseitige Begünstigung und – das Wichtigste – täglich Frisches und das über das ganze Jahr verteilt. Was für uns noch wichtig war: Es werden keine Pflanzen im Gartenmarkt gekauft, alles wird aus Samen und dies in Demeter-Qualität, selbst gezogen.
Saattütchen

Hier kaufe ich schon seit Jahren den Samen und bin – nicht nur was die Keimqualität, vielmehr auch, was die Firmenphilosophie betrifft – mehr als zufrieden.
http://www.bingenheimersaatgut.de/

Nachdem klar war welche Salate und Gemüse bei uns wachsen sollen habe ich, auf diese Sorten fokussiert, folgende wichtigen Punkte zusammengestellt:

  • Salat wehrt Erdflöhe an Radieschen ab.
  • Rosmarin vertreibt den Kohlweißling am Kohl.
  • Spinat fördert das Wachstum von Kohl und Radieschen.
  • Endivien begünstigt Kohl und Porree, wirkt sich negativ auf Chicorée aus.
  • Kohlrabi mag Radieschen, Salat und Spinat; verträgt sich nicht mit Kohl.
  • Kohl liebt Lauch und Spinat, verabscheut Zwiebeln.
  • Porree kann gut mit  Endivie, Kohl und Kohlrabi; schlecht mit Zwiebeln.
  • Radieschen mögen Mangold, Salat und Spinat; aber keinen Kohl.
  • Tiefwurzler und Flachwurzler möglichst in Nachbarschaft pflanzen, durch die unterschiedliche Wurzeltiefe können sich diese konkurrenzlos ernähren.
  • Unterschiedliche Wuchsformen mischen.
  • Pflanzabstand einhalten.

Und so sah die erste Liste aus, die die Grundlage für den Sameneinkauf, die Beetausnutzung, den Säzeitpunkt und die Erntezeit bildete:
Anbauplan Gemüse 2013

Die Radieschen und der Feldsalat können direkt ins Beet gesät werden, die Restlichen, am Besten in kleinen Anzuchtkisten an einer geschützten warmen Stelle und mit Glas abgedeckt vorziehen. Die Vorzucht muss, je nach Keimdauer, zwischen 5 und 7 Wochen vor der Auspflanzzeit erfolgen. Die Keimdauer ist je nach Umgebungstemperatur sehr unterschiedlich.
Hier kann man sich ausführlich informieren:
http://www.hortipendium.de/Portal:Gem%C3%BCsebau

Um die Anzahl der zu ziehenden Pflänzchen zu betimmen, war es wichtig jedes Beet zu planen. Will heißen; Was und Wieviel passt in die Kiste.
Und so sieht die Planung aus:
Beetplanung 2013